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Bally Medusa
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Tic-Tac-Toe
Von Stefan Ullrich (Stefan-Ulrich(at)gmx.info)
"Olympus conquered!" "Medusa's revenge!" "Time your shock!"
Die griechische Sagenmythologie ist Thema dieses ganz in Rot gehaltenen
Bally Flippers von 1982 und Sprache sowie Gestaltung des Gerätes haben
einen sehr kriegerischen Grundton. Die Maschine gehört zu den
Bally-Klassikern mit dem Zusatzdisplay im Spielfeld, wie es u. a. auch
bei "Mr. & Mrs. Pac Man" und dem legendären "Vector" angetroffen werden
kann.
Der Flipper hat, neben XENON, eine der ausdrucksvollsten
Lichtkastenscheiben und stellt in seiner Gesamtheit ein Kunstwerk dar.
Allerdings ist er mit gut 3000 gebauten Exemplaren deutlich seltener zu
finden als der Kassenschlager Xenon.
Der Pin hat ein zweiteiliges Spielfeld. Im oberen Teil gilt es, innerhalb
kurzer Zeit Fallziele auf der langen Targetbank zu versenken und nach
jedem Durchgang den "Schatz des Neptuns" im links oben gelegenen
Kugelauswurfloch abzuholen. Dieser Bonus wird von Mal zu Mal höher,
außerdem steigert man das Guthaben für den "Zeitball", der ebenfalls in
der "Neptune's Cove" erspielt werden kann.
Der untere Bereich mit Fall- und Anschießzielen ist für das klassische
Sammeln von Bonuspunkten zuständig. Außerdem bereitet man hier den
Extraball vor, dessen Erzielung ein hohes Maß an Geschick verlangt.
Im Spielfelddisplay läuft die mittlere Anzeige ständig weiter und eine
Stimme verlangt z. B. "Match 7 for Xtra-Ball!" Nun gilt es, das letzte
Ziel auf einer der beiden Targetbänke genau dann zu treffen, wenn (in
diesem Fall die 7) die fortlaufende Ziffer mit der "Freiballziffer"
übereinstimmt. Das muß auf die Sekunde genau passen!
Dieser Flipper hat zwei weitere Eigenheiten: die Finger auf dem oberen
Spielfeld ziehen sich nach Abschuss eines Fallzieles zusammen
("Zipper-Flipper") und so kann die Spielkugel nur noch durch die
Seitenbahnen aus dem Bereich entwischen. Geschieht dies, erschallt
höhnisches Lachen und die kleinen Flipperfinger wandern wieder
auseinander.
Die zweite Besonderheit sind die rottransparenten Hauptflipper und deren
Untergrundbeleuchtung. Das sieht besonders im Dunkeln faszinierend aus,
ebenso wie das Lauflicht am oberen Ende des Spielfeldes.
4 Schlagtürme und drei Kugelschleudern ("Slingshot") sorgen ebenfalls für
Stimmung. Dennoch ist das Spiel allenfalls im unteren Bereich flott.
Medusa muß man strategisch spielen: erst oben die Fallziele nach Vorgabe
versenken und die Schätze einsammeln, dann unten den "Colossus-Bonus" und
den Multiplikator hochtreiben.
MEDUSA hat 3 verschiedene Bonifikationen und nur deren geschickte
Kombination bringt hohe Punktzahlen - ansonsten ist das "Scoring"
ausgesprochen geizig.
Da kommt der 4. Ball, ebenfalls eine Art Bonus, gerade recht. Hat man die
Olympus-Targets mehrmals abgeräumt und bei gelbem Pfeil den Zusatzball im
Auswurfloch gewonnen, kann für die erzielte Zeit - auch bei Ballverlust -
weitergespielt werden.
Ist die Zeit abgelaufen und der Ball geht ins Aus, ist endgültig Schluß
- es sei denn, man setzt erfolgreich das "Shield of the gods" ein -
einen aktiven Kugelretter unterhalb der Hauptflipper.
19.11.2003
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